Montag, 17. Juli 2017




Lass einfach alles laufen,
törichter Gedanke.
Glaubst Du wirklich zu wissen,
was  bereits hinter der nächsten
Wegbiegung wartet.

Vielleicht ist es mehr und größer
als du es fassen kannst.
Vielleicht ist es schwerer und reifer,
als du es begreifen kannst.
Vielleicht ist es schöner als die Sehnsucht,
der du ein Bild zu geben versuchst.
Vielleicht ist es Erfüllung Deiner Wünsche,
vielleicht auch nicht.

Es ist einerlei was du glaubst und willst.
Es ist das Leben, das die Geschichte schreibt
mit der ungezähmten Weisheit,
und wartet, auf Dich, in der nächsten Wegbiegung,
jenseits deiner Grenze.


Text und Bild: ©die SPURENfinderin Fotografin




Mittwoch, 5. Juli 2017




Sie kämpft nicht -  die Blüte - um gelb zu sein,
wenn ihre Bestimmung lila heißt
Nicht einen winzigen Moment hofft sie,
bedeutungsvoll zu sein.
Keinem törichten Wahn folgt sie,
ein anderer Platz wäre besser für sie.

Jenseits aller Vorstellungen und erdachten
Bilder entfaltet sie sich in ihr Leben hinein
ihrer Zeit gemäß, ihrer Form gemäß.

Und ihre Schönheit ist makellos


Text und Bild: ©die SPURENfinderin Fotografie








Donnerstag, 29. Juni 2017




Magst Du Dir nicht selbst eine Insel sein?

Du bist vertraut mit dem Wind und der See
und den Stürmen, die an die Ufer branden.


Du kennst das Mondlicht und den sternenlosen Himmel
und die Tiefe der Nacht.


Die Sonne, die die letzten Schatten vertreibt, ist Deine Schwester im endlosen Raum.

Groß ist die Geschwätzigkeit der Welt und Du ein Spielball der Ablenkungen.

Wonach willst Du noch suchen, wenn die Antworten im Tanz der Elemente sind.





heute morgen Lindau Bodensee


Text und Bild: ©die SPURENfinderin Fotografie

Mittwoch, 28. Juni 2017




Look at the dark side
look at the bright side




Pisa am Arno



at the bottom of the heart and soul
everything is one beyond the boundary 



Montag, 19. Juni 2017




EIN GANZ LIEBES DANKE

an alle, die auf meine letzten Posts kommentiert haben. 
Das Leben draußen in der Sommersonne, der Urlaub, das Abschlußprojekt meiner Jüngsten, wo ich Mentorin bin, viel Alltagskram und.......

da war keine Zeit für Bloggen und co. 

So grüße ich einfach mal auf diesem Weg










Sonntag, 18. Juni 2017





WAS FÜR EIN HERRLICHER 
SOMMER






Seit dem letzten Wettergejammere Anfang Mai haben wir fast durchgehend schönes Wetter

Sonne satt und üppiges Grün, die ersten Johannisbeeren sind schon geerntet und auch die ersten Gurken. Die letzten Salatköpfe schon gefuttert, die Klaräpfel werden auch  langsam reif. Die Erdbeeren zuckersüss und die Kirschen erwähne ich lieber gar nicht, sonst läuft mir das Wasser im Mund zusammen

Es geht einfach nicht mehr besser, Fülle pur.




Eigentlich wollte ich meinem Post einen ganz anderen Titel geben: 

Fremdgegangen und Heimgekommen

Wie es dazu kam, ganz einfach. Ich bin Richtung Süden gezogen, in die Toskana. Meine Jüngste wollte mal Italien erleben und da mein Mann (echter Wikinger halt) keine Lust dazu hatte, musste wohl ich einfach fahren.

Im gedanklichen Gepäck die Hitze, die ich gar nicht mag, den Süden sowieso nicht, die Hektik und das Laute, der volle Strand und ewig Pizza und Pasta.




Spätestens am Comer See habe ich meine mentalen Barrieren über Bord - besser aus dem Auto - geworfen und bin mit wehenden Haaren, freiem Geist und sommersatten Gefühlen in die Sonne des Südens eingetaucht.





"Toskanischer Himmel
wacht überm Faltenwurf 
der Erde

Im daunenweichen Licht
atmet Land 
in sanften Zügen

Der Seele letzte Schwere
fällt in den Schatten
des Olivenbaums"


Dieses Gedicht habe ich vor fast dreißig Jahren geschrieben bei meinem ersten Besuch in der Toskana und es ist mir immer in Erinnerung geblieben





Und plötzlich war es weder zu heiß, noch zu laut, noch zu hektisch, die Pizza war wundervoll, die alten Gassen geheimnisvoll, der Meerwind berauschend, mein Englisch alltagstauglich, die lauen Nächte endlos lang, das Fremde plötzlich vertraut und das Land voll Poesie.





So ist etwas wahr geworden, was die letzten Jahren für mich nicht vorstellbar war - den Süden lieben zu lernen







Es gab sogar richtig Sturm und Brandung, das ich am nordischen Meer so liebe







Die Stimmungen grandios, die Ausblicke atemberaubend, die Farben des Meeres intensiv und die Luft glasklar









So fühle ich mich nun komplett und ganz heil, die Nord-Süd-Differenzen haben sich zusammengefügt und die zukünftigen Reiseziele sind vielfältiger geworden.

Ich habe gelernt, Vorstellungen aufzugeben, Hindernisse abzureißen, dem Neuen zu vertrauen, meine inneren Grenzen auszudehnen und dem intensiven Licht die Tür zu öffnen.




Ich weiß, ich komme wieder



Freitag, 2. Juni 2017



WENN IN UNSEREM TEICH






die Seerosen blühen, dann ist sie da, die Sommerzeit.

 Überschäumende Lebenslust, laue Sommerabende, funkelnde Sterne, Grillgeruch in der Nase, das Lied der Zirpen, der Duft nach Heu, barfuß im Morgentau, 
durchtanzte Nächte, Eis am See, leichtes Sommerkleid und der Wunsch im Herzen, es möge eine kleine Ewigkeit lang dauern



Dienstag, 16. Mai 2017






FLOWER POWER








Frühlingslust und Blütenduft - das ist Mai in seiner schönsten Form







Donnerstag, 27. April 2017






ZÄRTLICHKEITEN





Schon seit ein paar Jahren macht sich in unserer Wiese (ich meine wirklich Wiese, die auch vom Bauern gemäht wird und nicht Gartenwiese) die Akelei breit. 




Ich bin ganz und gar erfreut darüber, denn - obwohl unsere Wiese noch relativ bunt ist, weil der Bauer nicht intensiv düngt und das Gras und die Blumen bis zum Verblühen stehen lässt - doch die Pflanzenvielfalt über die Jahre nachgelassen hat.




So wirkt die Akelei fast ein wenig exotisch zwischen den hübschen Frühlingsblühern. Ich finde Ihre Form auch gelinde gesagt spektakulär.




Sie ist total verschwenderisch, wenn ich sehe, wie viele Knospen an einem Stengel sind, sie entfaltet sich wahrhaft königlich, denn die Krone trägt sie erhobenen Hauptes.





Noch bevor sich die Blüte öffnet, ist sie schon selbstbewußt, aufrecht, bereit für die Welt und bereit, ihre Schönheit zu zeigen.





Ich bin richtig dankbar, vor zwei Jahren meinem Impuls gefolgt zu sein, die Kamera zu meinem Begleiter zu machen.

Meine Wahrnehmung konnte ich damit schulen und das Gefühl für die Schönheit in der Natur intensivieren.






Und Geduld lernen, mich mit einem Motiv länger zu beschäftigen, die unterschiedlichen Möglichkeiten, es in Szene zu setzen, aufzugreifen und eine Beziehung aufzubauen zu den kleinen Wesen und sei es nur für einen kurzen Augenblick.






Da entsteht plötzlich eine ganz besondere Liebe, zart und bedingungslos und das Wissen, verbunden zu sein mit allem Irdischen und allem Göttlichen






Sonntag, 23. April 2017






HINTERGRÜNDIGKEITEN


seit nun beinahe zwei Jahren bin ich mit der Kamera intensiver unterwegs. Sie ist fast ein wenig zu meinem Sprachrohr geworden, denn Bilder sind immer vielschichtiger als Worte und erreichen nicht nur die Sinne, sondern auch die tieferen Ebenen der Gefühle. Und sie können oft ausdrücken, was nicht zu beschreiben ist.




Ich habe sehr wenig Verständnis für all die technischen Begriffe und wenn jemand z.B. fragt, mit welchen Objektiven ich fotografiere, kann ich es gar nicht genau definieren. Irgendwie war es mir bisher zu wenig wichtig, mich damit näher zu befassen.




Ich erarbeite mir einfach Schritt für Schritt meine Kenntnisse und alles im Modus "learning by doing".




Meinen eigenen Stil zu finden, was mich als Fotografin ausmacht, das ist mein langfristiges Ziel und der Weg dahin läuft über Experimente, über try and error, über das Gefühl, das ich für Fotos entwickle, die ich in den Tiefen des www finde.




Wenn mich ein Bild besonders "packt", dann weiß ich, das ist meine Spur. Und dann geht es ans technische Umsetzen, ohne zu wissen, wie und mit welchen Bearbeitungen der Fotograf gearbeitet hat. 
Ein etwas langwieriges Verfahren, aber hin und wieder gelingt es mir, ein Ergebnis zu erzielen, mit dem ich zufrieden sein kann und um die technischen Schritte dazu in meiner "ich kann es"-Datenbank abzulegen.




Schon länger ist mir aber klar, dass ich mit meinen Bildern anregen möchte, die Dinge hinter den Dingen wahrnehmen zu lernen. 
Wir leben in einer Vordergründigkeit, die alles, was zwischen den Zeilen steht, was hinter der Bühne sichtbar ist, was jenseits der hörbaren Range liegt, ausblendet. Der Focus weltweit liegt im Außen, im Lauten, im Grellen, im Plakativen und vor allem im Negativen.




Wir sind doch aber von einer unermesslichen Schönheit umgeben, von einer Stille, die uns zu befreien vermag, von einer Vielschichtigkeit, die unsere Sinne in andere Welten entführt, von einer absoluten Wahrheit, die nichts mehr zweifeln lässt, von einer Intensität der Schöpfung, die uns unendliche Demut abringt.




Fairytale - die Geschichten hinter den Geschichten - geheimnisvoll, zwischen Erde und Himmel, zwischen Innen und Außen und doch verbunden mit unseren Träumen und unserer wirklichen Wirklichkeit


Diese Ebenen zu berühren und zu zeigen ist mein Weg der Bildsprache. Und das ständige Üben der technischen Voraussetzungen dazu ist meine persönliche Herausforderung.